Australien (15) – Flora und Fauna

Es ist an der Zeit über die australische Flora und Fauna zu berichten.

Unser erster Kontakt mit den Queensländer Moskitos hatte für mich ca. 30 Mückenstiche zur Folge – nach einem Abend wohlbemerkt. In Queensland gibt es wegen dem tropischen Klima jede Menge davon… und die wissen wie man die Menschen am effektivsten an den Rande des Wahnsinns bringt 😉 Wir haben uns daraufhin mit Moskitospray eingedeckt und vor Sonnenuntergang kräftig eingesprüht. Wir kamen auf Spitzenverbräuche von ca. 1 Flasche pro Woche. Man wird echt wahnsinnig. Besonders nervtötend sind Stiche unter den Füßen und zwischen Zehen und Fingern kann ich nur sagen…

Je weiter man allerdings Richtung Süden reist, desto weniger Mücken gibt es…was für ein Glück!

Thema Kakerlaken: Wie in Spanien oder Italien darf man nicht zu ‚deutsch‘ sein 😉 es ist sehr heiß und daher existieren sie einfach aber ich gebe zu…als wir bei Dunkelheit in unserem Campervan, in dem wir leben, kurz vorm Schlafengehen eine Kakerlake in unseren Essensvorräten herumflitzen sahen…. da war die Freude groß. Und weil wir das Tier nicht töten wollten, wegen der Eier die rausquillen und uns daraifhin eine Großfamilie bescheren würden, hieß es also nun mit Taschenlampe das Vieh (welches wohlgemerkt fliegen und flitzen kann) einzufangen….denn wir teilen unsere Vorräte und das Bett nur ungern mit Kakerlaken… Hilfe!

Unsere australischen Nachbarn fanden es sehr amüsant und haben sich gefragt warum wir die nicht einfach zermatschen, außerdem (Zitat:) ”ist das doch nur eine und noch dazu eine ganz kleine…” ich mag mir an dieser Stelle gar nicht vorstellen wie groß die werden können. :-O

Ja und dann noch ein Thema…Spinnen….!!! Mit allen Tieren kann man sich irgendwie arrangieren, aber mit Spinnen kann ich persönlich gar nicht gut.

Eines morgens, gerade erst aufgewacht, Autotür auf um Frühstück zu machen…da sehe ich aus den Augenwinkeln etwas Faustgroßes innen an der Autoscheibe, was da nicht hingehört…ich möchte an dieser Stelle noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass wir im Auto leben, also auch schlafen… Beim genaueren hinsehen, was sehen meine Augen da, – eine Spinne von gewaltigem Ausmaß. Erste Reaktion….Panik! Oh mein Gott – die is im Auto, die ist sicher giftig…Maurice…Hilfe! Und natürlich weit und breit keine Australier die man um Hilfe hätte fragen können. Ok, die Spinne muss raus… Aber wie….! Maurice erste Versuche sie mit einem Stock zu entfernen scheiterten und hatten zur Folge, dass sie sich weiter ins innere unseres Autos vortastete. Ich geb zu….da waren wir mehr als hellwach 😉

Wie sich später herausstellen sollte, handelte es sich bei diesem ausgewachsenen Exemplar um eine Huntsman Spinne…. Was für ein Glück dass wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, das dieses kleine Naturwunder springen kann wie ein Kangoroo.  Ich möchte an dieser Stelle aus dem Lonely Planet zitieren um euch einen Eindruck zu geben, denn es trifft den Nagel auf den Kopf: „The disturbingly large huntsman spider, wich often enters homes, is harmless, though seeing one for the first time can effect your blood pressure and/or your underpants.“

image

Während Maurice, das Stöckchen und die Spinne nun also darum kämpften, wem das Recht im Auto zu leben gehört, stellte ich mich in den nötigen Sicherheitsabstand – das Handy griffbereit….man weiß ja nie ob man nicht schnell einen Notruf absetzen muss. Da plötzlich macht das Vieh einen großen Sprung auf mich zu, landet auf der Trittstufe unseres Autos direkt vor mir und ehe wir realisieren können was da gerade gesprungen kam, verkriecht sie sich in der Autotür. Mittlerweile lagen meine Nerven dann doch blank.

Gut dass wir so vorrausschauend sind, denn nach der letzten Kakerlakenattacke haben wir 2 uns mit Kakerlacken- bzw. Insektenspray eingedeckt. 😉 Das war dann unsere finale Rettung…

Ich muss zugeben, dass dieser morgentliche Schocker Spuren bei uns beiden hinterlassen hat. Von nun an vermuteten wir in jeder Ecke einen Huntsman und die darauf folgende Nacht wurde man das Gefühl nicht los, dass sich vielleicht doch irgendwo ein Huntsman versteckt hält um uns anzufallen. Die Europäer…! 😉

Naja…den Tag darauf hatten wir dann gerade das Huntsman-Erlebnis überwunden, sitzen am Abend gemütlich bei einer Flasche Rotwein zusammen und genießen die Ruhe, da hören wir plötzlich aufgeregte Stimmen ca. 100 Meter entfernt. Da hatte sich doch tatsächlich eine ca. 1,5 Meter lange Schlange auf den Zeltplatz verirrt und ein mutiger australischer Familienvater versuchte sie mit Hilfe eines langen Stockes wieder in den Busch zu befördern…. mhhh…. das erste was wir hier von den Rangers gelernt haben war: Schlangen beißen nur wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen und das passiert wenn man sie versucht woanders hinzusetzen… Man soll sie einfach ziehen lassen…der Familienvater hat jedenfalls überlebt, aber wir waren erstmal bedient 🙁

Dass man hier das Hotelzimmer mit diversen Echsenarten teilen muss kann schon mal vorkommen 🙂

image

Ein Gedanke zu „Australien (15) – Flora und Fauna

  1. ach nee….Ihhhhhhhhh!!!!!!!!!!!

    Beim Lesen der nachfolgenden Zeilen wechselte mein emotionaler Zustand
    zwischen Abscheu und Panik .
    Wie gut , das wir solche Viecher nicht in Deutschland haben, ich wäre ein Nervenbündel.
    Ich denke , die Australier haben sich an die „Mitbewohner “ gewöhnt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.