Australien (31) – Melbourne

Ca. 250 Kilometer hinter Lorne liegt Melbourne, die Hauptstadt Australiens seit dem Zusammenschluss der Einzelstaaten bis zum Bau der heutigen Hauptstadt Canberra 1927. Annie und Bill, die wir in Brisbane schon bei Ron und Lindy getroffen haben, leben in Melbourne und haben uns angeboten bei Ihnen zu übernachten. Supernett! Die unglaubliche Gastfreundlichkeit der Australier mal wieder! Bill brandte regelrecht darauf uns möglichst viele Winkel der 4 Millionenstadt, in der er seit sehr vielen Jahren lebt, zu zeigen. Bill hat neben Melbourne auch noch eine besondere Leidenschaft für Köln. Dazu später mehr 😉

Am ersten morgen sind wir zu einer Stelle gefahren wo Unmengen von Fledermäusen („flying fox“ oder einfach „bat“) in den Bäumen schlafen. Die sind riesig!!

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Fledermäuse schlafen übrigens kopfüber weil dies die energieeffizienteste Art und Weise ist, in einem Baum zu hängen ohne das Gleichgewicht halten zu müssen. Wer also Energie sparen möchte, kann das ja mal ausprobieren 🙂

Danach ging es dann zum CBD („Central Business District“), also in die Innenstadt. Im Gegensatz zu Deutschland haben wir in Australien kaum Graffiti gesehen. In Melbourne hat sich aber eine Szene in einigen wenigen Seitenstraßen entwickelt, in denen sich echte Künstler austoben können.

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Annie arbeitet für die Hotellkette Sofitel. Bill wollte uns dort unbedingt die Toiletten zeigen. Zunächst waren wir auch etwas verdutzt aber dann verstanden wir warum…

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Die Wand ist aus Glas. Ich hoffe da bekommt niemand beim pinkeln Höhenangst 🙂

Melbournes altes Gefängnis haben wir auch besucht. Hier wurden über 100 Hinrichtungen von ca. 1850 noch bis um 1920 vollstreckt. Der legendäre Clan der Kellys, deren bekanntestes Mitglied Ned Kelly war, hat ebenfalls hier eingesessen. Die Kelly Family (nicht die mit den langen Haaren, sondern die mit den langen Fingern) hat gegen Ende des 18 Jahrhunderts mehrere Banküberfälle verübt. Dies führte zur Ächtung der Familie und später zu einem netten Kopfgeld. Ned Kelly stellte sich nach einem Überfall auf eine kleine Stadt beim Eintreffen der Polizeitruppen mit einer aus Pflugeisen selbst hergestellten Rüstung (McGuyver und Hobbythek lässt Grüssen) diesen entgegen und eröffnete das Feuer. Er wurde am Bein verwundet und landete am Galgen. Von jedem Hingerichteten wurde 30 Minuten nach Vollstreckung eine Totenmaske angefertigt. So auch bei Ihm.

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Eine Replike vom Helm ist ebenfalls ausgestellt 🙂

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Ziemlich gruselig ist die Liste der Hinrichtungen anzusehen, besondern, wenn im Nebenraum noch der Originalstrick (!!) der für die meisten Hinrichtungen verwendet wurde, ausgestellt ist. Streng nach dem Motto: „Hier kommt nichts weg!“

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Anschließend wurden wir während der Führung „verhaftet“ und in das neuere Gefängnis gesteckt, welches bis in die 90er Jahre in Melbourne benutzt wurde.

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Männer durften die erste Nacht traditionell im Love-Shack („Liebes-Schuppen“) verbringen. In völliger Dunkelheit. Sehr angenehm…

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Besondere Härtefälle landeten in der Gummizelle 🙂

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Weitere Eindrücke aus Melbourne: New Quay

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Scotts Church

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Chinatown

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Fortsetzung in Teil 2

Ein Gedanke zu „Australien (31) – Melbourne

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