Australien (8) – Hervey Bay und Fraser Island

Einst die Hauptstadt der Caravanparks (das ist heute noch zu spüren) ist Hervey Bay heute vor allem ein Punkt von dem Touren zu Fraser Island, einer weiteren Trauminsel Australiens, angeboten werden.

Wir hatten wirklich Glück mit unserem Campingplatz! Da er noch ganz neu und ziemlich unbekannt ist, hatten wir die Pool und Jacizzu Area einen Nachmittag für uns alleine 🙂

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Überhaupt war der Platz super sauber und dazu noch relativ günstig. Wer also mal nach Hervey Bay kommt sollte dem Fraser Coast Top Tourist Park einen Besuch abstatten 🙂

Von Hervey Bay aus haben wir eine Tagestour nach Fraser Island unternommen. Dies ist die größte Sandinsel der Erde und die drittgrößte Australiens. Die Bäume sowie der restliche Regenwald haben sich über die Jahrtausende perfekt an die Situation angepasst und bilden ein reiches Wurzelwerk aus, damit Stürme sie nicht umwehen können. Wir saßen mit Guide („Troy“) und 7 Personen in einem 4WD und sind dort einzelne Sehenswürdigkeiten abgefahren. Troy fährt die Tour seit 17 Jahren 5 bis 6 mal die Woche, kennt demzufolge jede Kurve und so flogen wir in Paris-Darkar Rally Manier dank seines 300ps Landcruiser von Station zu Station. Auf den Wegen dazwischen hat er uns an seinem immensen Wissen über die Insel teilhaben lassen.

Zuerst waren wir am Lake McKenzie. Dieser kristallklare See speist sich ausschließlich aus Regenwasser welches durch superfeinen Sand gefiltert wird.

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Wirklich eindrucksvoll! Das Regenwasser hat kein Salz und man kann es gefahrlos trinken weil es so rein ist.

Danach fuhren wir über den 75 Mile long Beach. Er ist so breit wie eine Autobahn und wird von Fahrzeugen als Strasse und Flugzeugen als Landebahn benutzt. Es kann also durchaus passieren, dass man einem landenen Flugzeug Vorfahrt gewähren muss!

Nach einigen Kilometern kamen wir an das Wrack der Maheno. Dieses Schiff ist ca. 1935 in einem Zyklon auf Fraser Island gestrandet und verrottet seitdem direkt am Strand. Mehrere Versuche, dass Schiff wieder ins Wasser zu ziehen, scheiterten. Experten gehen davon aus, dass in ca. 12 Jahren alle Überreste verrottet sein werden.

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Weiter den Strand herauf kamen wir zu einem Punkt wo James Cook 1770 erstmals die Aborigines von seinem Schiff aus am Strand beobachten konnte. Er sah Menschen mit bemalten Körpern welche Federn im Haar trugen. Die Aborigines bemerkten das Schiff von Cook und sammelten sich auf einem Felsen um mehr davon sehen zu können. Amerika und damit die Indianer waren damals schon bekannt und durch die Federn im Haar notierte Cook später den Namen dieser Stelle als Indian Head. Schon faszinierend wenn man genau an der Stelle steht wo vor gut 240 Jahren das erste mal Europäer und Aborigines aufeinander stießen…

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Kurz danach existiert eine Felsformation welche die Wellen vom Meer perfekt bricht und den Schaum in ein großes Sammelbecken spült. Der Name? Champagne Pools.

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