Neuseeland (10) – Wale in Kaikoura

Kaikoura, als Küstenort, ist dafür bekannt, dass Wale vor der Küste tauchen. Die „Sperm-Whales“ haben im Kopf eine große Blase, die sie mit Sauerstoff füllen können. Dies erlaubt ihnen stundenlange Tauchgänge. Ist der Sauerstoff aufgebraucht, müssen sie an die Oberfläche kommen, „ausatmen“ (das führt dann zur bekannten Wasserfontäne) und wieder Luft holen. Mit frischem Sauerstoff tauchen Sie in Tiefen von über einem Kilometer um dort Tintenfische zu jagen und zu fressen. Ihren Namen haben die Wale von der großen Blase im Kopf, die zunächst irrtümlicherweise als ihr Geschlechtsorgan identifiziert wurde.

Wir sind mit einem modernen Schiff rausgefahren, welches die Wale, die ja über Kilometer mittels Echolot untereinander kommunizieren, aufspüren kann.

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Es war schon interessant zu hören, wie das genau abläuft. „Klopfzeichen“ in kurzem Abstand beschreibt die Walkommunikation ganz gut….

Allerdings war die See sehr rau und gefühlte 60% der Mitmenschen wurden binnen Minuten seekrank. Die Stimmungsamplitude war genau invers zu dem Wellengang. Besonders wenn der Kapitän auf die „Bremse“ trat, denn das Schiff hatte eine spezielle JET ENGINE (Made in Germany by Mercedes Benz!!) welche nur eine Schiffslänge aus voller Fahrt für einen vollständigen Stopp benötigte. Überall wurden dann schnell die kleinen braunen Tüten gezückt. Herrlich 🙂

Vor der Küste hieß es dann erst mal Warten….

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….. nach 40 Minuten tat sich dann endlich was! Der erste Wal kam zum Luftholen nach oben. YEAH!

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Das ganze dauert ein paar Minuten. Nachdem Kohlendioxid ausgeatmet und Sauerstoff wieder eingeatmet wurde, geht’s auch schon auf den nächsten Jagtgang nach unten. Dazu wird ein Teil des Blasenorgans einfach mit Wasser geflutet und der Wal sinkt wie von selber wieder ab.

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Eine Stunde später hatten wir Glück und das Schiff konnte einen zweiten Wal aufspüren.

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Die Wale sind natürlich nicht alleine im Wasser. „Fur Seals“, also Fell-Seerobben, tummeln sich ebenfalls in den Gewässern.

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Wirklich imposant sind die Albatrosse! Besonders wenn sie aus dem Wasser zum Flug starten.

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Insgesamt war die Aktivität so „la la“. Wenn man der Wal-Fan ist oder Kinder hat lohnt sich die Tour eher. Unser Adrenalinpegel stieg jedenfalls kaum über Zimmertemperatur.

3 Gedanken zu „Neuseeland (10) – Wale in Kaikoura

  1. Ihr seid ja quer durch Neeseeland gefahren. das sind doch bestimmt enorme Entfernungen !
    Also toppen kann man die Eindrücke kaum noch 🙂

    Aber die Gletscherbilder sind für mich das Highlight !!!!!!!!!!!!!
    Habt ihr die eigentlich selbst schon mal in großer Auflösung gesehen?
    Der Hammer 😉 !!!

    Um das Erlebnis mit den „braunen Tüten“ beneide ich euch nicht 🙂

    Weiterhin gute Reise :

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