Neuseeland (19) – Matakohe Kauri Museum

Auf dem Weg von Auckland nach Kerikeri kann man einen Umweg durch ein Areal nehmen, welches die berühmten Kauribäume enthält. Zwischen 1830 und 1930 wurden tausende der riesigen Kauribäume gefällt und das Holz als Material für den Schiffs- und Hausbau verwendet. Das Holz ist extrem langlebig und war in aller Welt sehr begehrt. Als nahezu alle Kauriwälder ausgerottet waren, haben sich einige Personen intensiv für den Schutz der verbleibenden Wälder eingesetzt. Mit Erfolg! Ein Gebiert wurde zum Nationalpark erklärt und geschützt. Einige große Kauribäume können also heute noch angesehen werden.

image

image

Zunächst waren wir in Matakohe im Kaurimuseum. Bereits draussen kann man ein Gespür für die Größe der Giganten entwickeln.

image

image

Ein großer Kauribaum wurde in den Neunzigern von einem Blitzschlag getroffen und musst daher gefällt werden. In der Mitte des Raumes ist ein Ausschnitt aus dem Baumholz zu sehen. Die ganze Veranda wurde aus dem Holz dieses einen Baumes hergestellt.

image

image

image

Die Ringe am Ende des Raumes stellen die Durchmesser von bisher erfassten Kauribäumen dar. „Tane Mahuta“ gehört der zweitkleinste Durchmesser.

image

image

Wird ein Kauribaum verletzt, verliert er eine hartzartige Substanz die schlicht „Gum“ genannt wird. Gum kann zu Schmuck verarbeitet werden. Früher sind „Gumgräber“ einfach mit einem speziellen Werkzeug durch den Kauriwald gelaufen und haben den Boden nach Nuggets abgesucht. Diese haben sie dann Handwerker verkauft, welche den Gum weiter verarbeitet haben. Der Gum konnte jedoch auch gewonnen werden, wenn der Baum verletzt wurde und „blutete“. Wurde der Baum später gefällt, konnte man die Stellen noch gut erkennen, an denen man den Baum einst mit der Axt verletzte.

image

Hier wurde der selbe Baum im Abstand von 7 Jahren zweimal an der selben Stelle verletzt. Die Jahresringe verraten dies…

image

… wie auch bei diesem Baum.

image

Dieser Kauribaum wurde 1979 gepflanzt und ist dementsprechend noch klein.

image

Ein gutes Stückchen im Wald kommen wir zu „Tane Mahuta“ (Maori, auf engl. „Lord of the Forest“), einem der größten heute noch existierenden Kauribäume. Er ist ca. 2000 Jahre alt, also vermutlich ist zu Jesus Lebzeiten der Samen an dieser Stelle auf den Boden gefallen. Heute ist der Baum knapp 52 Meter hoch und der Stamm hat einen Umfang von fast 14 Metern. Einfach massiv! Äste vom Stamm wachsen erst ab 30 Meter Höhe.

image

Um den Maßstab zu verdeutlichen….

image

image

image

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.