Neuseeland (7) – Te Anau (1) Milford Sound

Te Anau selbst ist eine kleine Stadt, die wir als Ausgangspunkt für einige Sehenswürdigkeiten genutzt haben. Zweieinhalb Stunden nördlich, nach einer Fahrt über eine schlangenlinienartige Straße und einem 1 Kilometer langen „One lane“ Tunnel befindet sich eine kleine Anlegestelle. Hier starten die Boote in den Milford Sound. Ein „Sound“ ist ein Tal zwischen zwei Bergen (ggf. bis Gletscherhöhe), welches unterhalb des Meeresspiegels liegt. Quasi eine, von Bergen umringe Wasserstraße.

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Am Anleger stand auch schon unser Boot bereit, die Sinbad.

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Sobald die Tour startet, erhält man einen Blick auf das atemberaubende Panorama.

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Durch das Abschmelzen der Gletscher, wir haben auf der Südhalbkugel Sommer, entstehen Wasserfälle. Aktuell sind diese sehr krätig. Manche verschwinden im Winter oder nach langen Regenpausen ganz. Da wir aber den Regen seit Betreten von Neuseeland gepachtet haben, erstrahlen die Wasserfälle in voller Pracht.

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Sehr interessant auch, dass es ca. alle 80 Jahr „Baumstürze“ gibt. Die Bäume wachsen an den steilen Hängen der Berge. Irgendwann genügt ein Windstoß um einen Baum zu entwurzeln und er donnert ins Wasser. Auf dem Weg dahin reißt er alle anderen Bäume mit sich. Das Ergebnis sieht dann so aus.

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Dafür erhält man einen Blick auf die zugrunde liegenden, skurrilen Felsformationen.

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Die braunen Stellen bestehen übrigens Eisenoxid („Ferrisoxide“), welches oxidiert, also rostet. Früher hat man in diesen Steinen auch Gold gefördert, allerdings war der Ertrag für den zu betreibenden Aufwand zu gering. Einfach vorzustellen bei den Felsen 🙂

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Seerobben sind (tagsüber) total entspannt und warten auf die Nacht um dann Fische und Oktopusse zu jagen. Bis dahin herrscht auf dem Fels so viel Spannung wie beim RTL2 Abendprogramm (IN der Woche).

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Als nächstes nähern wie uns einem Wasserfall auf wenige Zentimeter.

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Der Kapitän meldet per Durchsage, dass es sehr feucht werden kann und elektronische Geräte am besten eingepackt werden sollten. Ein Fahrgast (aus Osteuropa? Keine Ahnung…) jedenfalls fühlt sich herausgefordert und ist fest entschlossen so tolle Nahaufnahmen vom Wasserfall zu machen wie niemand sonst an Bord.

Ergebnis? – Verliere eine Digitalkamera, gehe direkt in die Kabine und gehe nicht über LOS (Monopoly). Das war wohl nichts…

Die Stimmung an Bord ist dennoch ganz gut 🙂 Besonders schön zu sehen ist, wie die Wolken die Berge nicht übersteigen können, sondern davor stehen. Erst wenn eine Wolke abregnet, also an Gewicht verliert, kann die Berge passieren und wird vom Wind weiter inländisch getragen. Dies ist übrigens der Grund, wieso die Ostküste von Neuseeland um ein vielfaches mehr Regen erhält als die trockene Westküste. Der Wind bläst von der tasmanischen See her meist von Ost nach West.

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Vorbei am Schildkröten-Felsen…

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…hin zu einem weiteren Wasserfall. Der ist riesig!

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Und zum Abschluss noch einer 🙂

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2 Gedanken zu „Neuseeland (7) – Te Anau (1) Milford Sound

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